1. Offizelle Presseinfo über die neue STX1300 Pan European


Einleitung

Kaum zu glauben, dass seit dem erfolgreichen Debüt der ST1100 Pan-European auf dem europäischen Tourermarkt bereits zwölf Jahre verstrichen sind. Zwölf Jahre sprichwörtlicher Zuverlässigkeit, erstklassigen Handlings und luxuriösen Komforts für Fahrer, Sozius und allem, was sie auf langen Touren durch Europa und darüber hinaus so benötigen. Ein klarer Beweis für die Ausdauer und Vielseitigkeit der Pan-European.Natürlich gab es im Laufe der Jahre einige Verbesserungen wie beispielsweise die Ausstattung der ST mit ABS-TCS im Jahre 1992. Um ein Durchdrehen des Hinterrades unter den verschiedensten Fahrbedingungen zu verhindern, stattete Honda die Pan-European als erstes Motorrad mit Antiblockiersystem und Antischlupfregelung aus. 1996 folgte dann die Kombination des neuen Dual-Combined-Brake-Systems von Honda mit der kleineren, leichteren und noch wirkungsvolleren zweiten Generation des Antiblockiersystems. Dennoch blieb die Pan-European über die Jahre ihrem Ideal von ausgezeichnetem Langstreckenkomfort und dem damit verbundenen eleganten Stil zu Reisen treu. Eine detaillierte Analyse eines breiten Querschnitts durch die Pan-European-Fahrer ergab, dass diese anspruchsvolle Gruppe treuer ST-Anhänger bei einem Sporttourer vor allem nach höchster Qualität für viel Fahrspaß und erstklassigen Komfort auf langen Strecken sucht. Und zwar nicht nur für sich selbst: die meisten Fahrer schätzen an der Pan-European vor allem ihre Tauglichkeit für ausgedehnte Wochenendtouren zu zweit. Während die bisherige Pan-European die Ansprüche dieser Fahrergruppe insgesamt erfüllte, wünschten sie sich doch mehr Leistung und Durchzugskraft und eine höhere Transportkapazität. Außerdem bot es sich an, das breite Einsatzspektrum dieser Maschine durch ein brandneues Design zu unterstreichen.

Während all dieser Jahre hat Honda natürlich mit dem Gedanken gespielt, die Pan-European komplett zu überarbeiten. Aber da so vieles an Hondas Flaggschiff im Touringsegment einfach zu stimmen schien, stellte man sich immer wieder die Frage: „Warum ändern, was sich bewährt hat?“ Der allgemeine technische Fortschritt duldet jedoch langfristig keinen Stillstand. Mit Blick auf die Jahrtausendwende kam Honda deshalb zu dem Schluss, dass es an der Zeit sei, eine völlig neue Pan-European zu entwickeln. Statt ihr einfach nur eine schöne neue Verkleidung und einen größeren Motor zu verpassen, entschied sich Honda, alle Komponenten, die ihre erstklassige Ausgewogenheit von Leistung und Fahrkomfort ausmachen, rundum zu erneuern und mit den jüngsten technologischen Fortschritten und Innovationen aus dem eigenen Haus zu versehen. So entstand ein Spitzenprodukt, das den Pan-European-Fahrern mindestens weitere zehn Jahre reichlich Fahrspaß und höchsten Langstreckenkomfort garantieren dürfte.


Entwicklungskonzept

In einem frühen Entwicklungsstadium der neuen Pan-European wurde das Entwicklungskonzept „Vantage and Prestige“ (frei übersetzt: „Souveränität und Prestige“) als Leitgedanke für den Bau des komfortabelsten Sporttourers mit in seiner Klasse unschlagbarer Leistungsfähigkeit, Handlichkeit und Reichweite formuliert. Auf der Suche nach möglichen Verbesserungen verordnete das Entwicklungsteam der Pan-European eine Schlankheitskur. Vor allem in jüngster Zeit bevorzugen viele Fahrer leichtere Maschinen aufgrund ihrer besseren Beschleunigung und ihres insgesamt einfacheren Handlings. Neben einem modernen Aluminiumrahmen und einer neuen Aluminiumschwinge mussten daher leichtere Komponenten wie beispielsweise die jüngste Generation des Dual-Combined-Brake-Systems mit ABS zum Einsatz kommen. Das Ergebnis ist eine Gewichtsreduzierung um 15 kg, ein 50 mm kürzerer Radstand und eine günstigere Schwerpunktlage für sportlicheres Handling.

Mehr Leistung, eine größere Reichweite und bessere Umweltverträglichkeit waren ebenfalls gefragt. Erfüllt wurden diese Forderungen durch eine komplette Überarbeitung des einzigartigen, längs eingebauten V4-Motors der Pan-European und den Einbau der neuesten Version von Honda´s PGM-FI-Kraftstoffeinspritzung sowie des HECS3-Abgasreinigungssystems für den deutschen Markt.

Während die Grundkonstruktion des Pan-European-Triebwerks unverändert blieb, ist der V4 nach umfangreichen Modifikationen jetzt noch kompakter, leistungsfähiger und auch ohne Verkleidung eine Augenweide.

Damit die Pan-European auch im 21. Jahrhundert ihrem Namen alle Ehre macht, setzte sich das Entwicklungsteam das Ziel, sie so sparsam zu machen, dass eine Tankfüllung für eine Non-Stop-Fahrt von Frankfurt an den Rand der Alpen reicht. Somit hat die neue Pan-European auch in puncto Reichweite ihren Anspruch auf die Spitze der europäischen Tourerklasse erneuert.

Neben luxuriösem Fahrkomfort und besserem Windschutz standen noch andere entscheidende Punkte ganz oben auf der Liste der Entwicklungsziele: Mit VFR-ähnlichem Fahrverhalten auf kurvigen Landstraßen und Gold Wing-Niveau beim Fahrkomfort auf Autobahnen sollte sich die neue Pan-European nicht nur als fantastischer Tourer erweisen, sondern wo immer erforderlich oder erwünscht auch sportliche Qualitäten entwickeln.

Mit all diesen Neuerungen und intelligenten neuen Ausstattungsmerkmalen wie dem dreifach höhenverstellbaren Sitz und der elektrisch einstellbaren Verkleidungsscheibe zur einfachen und schnellen Anpassung an unterschiedlichste Fahrbedingungen ist die neue Pan-European bestens gerüstet, um mit einem Dreh am Gasgriff an die Spitze der europäischen Sporttourerklasse zu preschen.


Stylingkonzept

Obwohl sie seit ihrer Einführung 1990 nicht verändert wurde, hat die ST1100 Pan-European über die Jahre von ihrem modernen Erscheinungsbild eines ausgereiften, sportlichen Tourers nichts eingebüßt. Nach zwölf Produktionsjahren und mehreren Millionen Kilometern mit Tausenden Fahrern im Sattel war es jedoch Zeit für ein vollkommen neues Styling, in dem die aktuellsten Technologien und Gestaltungsmerkmale berücksichtigt werden, die Honda in den letzten Jahren entwickelt hat.

Die integrierte Vollverkleidung wurde nach neuesten Erkenntnissen der Aerodynamik konzipiert. Der Windschutz ist bedeutend wirksamer, die Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten verbessert.

Die neue Verkleidung der Pan-European leitet die Luft sowohl um als auch durch die einzelnen Verkleidungselemente. Lufteinlasskanäle im Cockpitbereich und ein Luftstrom unter der Verkleidungsscheibe verbessern den Windschutz für Fahrer und Sozius. Selbst die integrierten Rückspiegelverkleidungen bieten zusätzlichen Windschutz für die Hände bei hohen Geschwindigkeiten.

Über die V-förmige Linienführung der Front-, Rücklicht- und Cockpitverkleidung führt der Blick über die Pan-European zu ihrem V4-Motor, der sie seit ihrer Einführung antreibt. Dabei erhielt das V4-Triebwerk eine so attraktive Optik, dass die Maschine auch „nackt“ eine gute Figur machen würde. Dennoch bringt die neue Verkleidung das markante Styling nicht nur der neuen Zylinderkopfabdeckungen optimal zur Geltung.

Außenabmessungen und Soziusbereich der Pan-European sind auf höchsten Komfort und luxuriöses Sporttouren ausgelegt. So gestattet die ST komfortables Touren zu zweit und ist durch ihre relativ schlanken Proportionen auch nicht zu groß und schwerfällig für den Stadtverkehr.

Für gute Nachtsicht sorgt ein in die Nase der Frontverkleidung integrierter Multireflektor-Doppelscheinwerfer. Die vorderen Blinker sind vorne in die Rückspiegelverkleidung integriert. Hier sind sie gut sichtbar und fügen sich gleichzeitig sauber in die Linienführung der Verkleidung ein. Hinten mündet die stromlinienförmige Sitzverkleidung der Pan-European in ein großes aerodynamisch geformtes Rücklicht, in das ein helles Multireflektor-Bremslicht und die Blinker integriert sind.

Ein weiteres von der aktuellen Pan-European übernommenes Element sind die stabilen, unter Kunststoffabdeckungen versteckten Sturzbügel, die bei einem eventuellen Umkippen der Maschine oder bei einem Sturz bei niedriger Geschwindigkeit die Verkleidung vor größerer Beschädigung schützen sollen.

Selbst die Metallteile der Pan-European wurden grundlegend überarbeitet. Um eine bequemere Sitzposition bei langen Fahrten zu ermöglichen, sind beispielsweise die eleganten Soziusfußrasten aus Aluminiumguß einer ergonomischen Fußhaltung angepasst.


Neuer zweiteiliger Kraftstofftank

Um die Reichweite der Pan-European zu vergrößern und gleichzeitig Platz für den neuen Brückenrahmen aus Aluminium und den verstellbaren Sitz zu schaffen, entwickelten Hondas Ingenieure einen neuen zweiteiligen Kraftstofftank. Dieser besteht aus einem konventionell platzierten 20,8-Liter-Tank und einem tief im Chassis liegenden Zusatztank, der weitere 8,2 Liter fasst. Im Vergleich zum unter dem Sitz platzierten Tank des aktuellen Modells ließ sich so die Kapazität um einen Liter erhöhen und gleichzeitig das Tankvolumen und -gewicht gleichmäßiger verteilen. Ein bündig eingelassener Tankdeckel erleichtert das Auftanken, während sich der Füllstand über eine Multisegment-LCD-Anzeige im neuen eleganten Cockpit der Pan-European ablesen lässt.


Luxuriöse Ausstattung

Der Sitzbank- und Cockpitbereich der Pan-European ist mindestens so komfortabel und luxuriös wie ihre Verkleidung elegant und gefällig ist. Mit ihren breiten, gut gepolsterten Sitzen für Fahrer und Sozius bietet die Pan-European viel Bewegungsfreiheit und unschlagbaren Langstreckenkomfort. Die neuen, aerodynamisch geformten Soziushaltegriffe aus Kunststoff liegen nicht nur angenehm in der Hand, sondern beinhalten auch die Entriegelung zum Abnehmen der sauber integrierten Gepäckkoffer der Pan-European.

Im Cockpitbereich wartet die neue Pan-European mit einem großen zentralen Tachometer und einem kleineren Drehzahlmesser auf der linken Seite auf. Über die übrigen Betriebsparameter wie die Kühlmitteltemperatur und die Außentemperatur informiert eine große LCD-Anzeige. Das klassische, hochwertige Design und die geschwungenen Linien dieser Anzeige verbessern ihre Ablesbarkeit. Ein Drehknopf auf der linken Seite ermöglicht das Einstellen der Scheinwerferhöhe entsprechend des Beladungszustandes.


Neuer dreifach verstellbarer Sitz

Langstreckenkomfort hatte bei der Entwicklung der neuen Pan-European höchste Priorität. Der Sitz spielte daher eine besonders wichtige Rolle im Gesamtgleichgewicht zwischen Kontrolle und Komfort, denn im Hinblick auf die optimale Sitzposition musste man bisher bei Motorrädern immer Kompromisse machen, da es keine für alle Fahrertypen gleichermaßen „ideale“ Sitzposition gibt. Mit der neuen Pan-European ändert sich das jetzt. Ihr dreifach verstellbarer Sitz gestattet ein Erhöhen oder Absenken der Standardsitzhöhe von 790 mm um je 15 mm und bietet dadurch einem breiteren Fahrerspektrum mehr Komfort. Hierbei ändert sich jedoch nicht nur die Sitzhöhe. Zur perfekten Anpassung an verschiedene Körpergrößen rückt der Sitz in der oberen und unteren Stellung gleichzeitig 12,5 mm nach hinten bzw. nach vorne. Zum Einstellen der Sitzhöhe wird einfach der Soziussitz entfernt, der Fahrersitz abgenommen und wieder neu in einer der drei Sitzstellungen fest arretiert. Im Vergleich zum aktuellen Modell sitzt man auf der neuen Pan-European außerdem etwas aufrechter. Die geschmiedeten Aluminiumlenkerhälften sind so positioniert, dass sie einem breiteren Fahrerspektrum bei langen Touren und im Alltagsbetrieb optimalen Komfort gewähren.

Neue, auf Knopfdruck verstellbare Verkleidungsscheibe

Die meisten feststehenden Verkleidungsscheiben bieten ausreichend Schutz bei schneller Autobahnfahrt. Auf kurvigen Bergstrecken, wo zügiges Fahren und schnelle Manöver gefragt sind, ist „weniger“ manchmal „mehr“. Die Pan-European ABS löst dieses Problem durch eine innovative Verkleidungsscheibe, deren Höhe sich über einen Elektromotor optimal einstellen lässt. Selbst während der Fahrt kann man die Höhe der Verkleidungsscheibe per Knopfdruck stufenlos regulieren. Dabei läuft die Verkleidungsscheibe in geschwungenen Führungen, die nicht nur eine Höhenverstellung um ganze 188 mm ermöglichen. Zusätzlich verkleinert sich in der unteren Stellung der Anstellwinkel, um ein kompakteres Profil für sportliches Fahren zu erzielen, während er sich in der oberen Stellung vergrößert und so mehr Windschutz und Fahrkomfort für entspanntes Touren bietet. Größere Fahrer können außerdem die Aufnahmen der Verkleidungsscheibe 60 mm weiter oben montieren.


Außergewöhnliche Ladekapazität

Europäische Fahrer von Touringmaschinen und Pan-European-Besitzer gehen häufig für über eine Woche auf Tour und benötigen daher mehr Platz für ihr Gepäck als bei normalen Wochenendtrips. Die Pan-European ist seit jeher für das hohe Fassungsvermögen ihrer farblich abgestimmten Seitenkoffer und des optionalen Topcase bekannt. Diese bieten genug Platz für die meisten Touren zu zweit und lassen sich zum einfachen Packen, Reisen und Einchecken im Hotel leicht mit dem Fahrzeugschlüssel lösen und wieder arretieren.

Auch die für das Modelljahr 2002 neu entwickelte Pan-European bietet großzügig gestaltete Seitenkoffer mit noch größerem Fassungsvermögen, die sich zudem noch leichter handhaben lassen. Die aerodynamisch und kompakt geformten Seitenkoffer fassen je 35 Liter und das neue optionale Topcase sogar 45 Liter. Macht insgesamt 115 Liter und damit ganze 12 Liter mehr als bei der aktuellen Pan-European. Koffer und Topcase bieten zusammen mehr Platz als ein durchschnittlicher Schalenkoffer und sind gleichzeitig wesentlich einfacher zu tragen. In jeden Seitenkoffer passt ein Helm und vieles mehr, und in dem optionalen Topcase finden sogar zwei Helme gleichzeitig Platz.

Sind die Koffer an der Maschine befestigt, verhindern robuste Riemen, dass sich die Deckel weiter als bis 90° öffnen lassen und der Inhalt heraus fällt. Zum Ein- und Auspacken auf dem Hotelbett können die Riemen abgenommen und die Deckel wie bei einem Koffer ganz aufgeklappt werden.

Praktisch sind auch die seitlichen Staufächer vorne in der Verkleidung. Das linke Fach bietet so viel Platz wie eine Standardkonsole eines Autos und ist abschließbar; der Deckel des rechten Fachs ist aus wetterbeständigem Kunststoff. Beide sind für den Fahrer gut erreichbar und bieten reichlich Platz für verschiedene Kleinigkeiten.


Farbkonzept

Im Modelljahr 2002 touren die Pan-European und die komplett ausgestattete Pan-European ABS in drei herrlichen Farbvarianten über Europas Straßen, die die Aufmerksamkeit optimal auf ihr elegantes Design und ihre hochwertige Verarbeitung lenken. In Candy-Rot strahlt die neue Pan-European eine Lebendigkeit und Sportlichkeit aus, die die geschwungene Linienführung ihrer Verkleidung gekonnt unterstreicht. Dunkles Silbermetallic betont die hohe Konstruktionsqualität und das moderne Design der Maschine, und tiefes Grünmetallic verleiht ihr eine Luxuriösität, die an die edelsten Coupés erinnert.

Farben

- Candy Ambassador Rot
- Tower Silbermetallic
- Amazonia Grünmetallic

Motor

Angetrieben wird die Pan-European seit jeher von einem längs eingebauten V4-Motor, der seinesgleichen sucht. Er hat sich über viele Jahre und Millionen von Kilometern bewährt und liefert ein kräftiges Drehmoment und eine saubere, gleichmäßige Leistungsabgabe. Auch im Modelljahr 2002 bleibt der stets zuverlässige Motor der Pan-European dieser Tradition treu. Durch eine Vielzahl gezielter Modifikationen unter Berücksichtigung neuester Honda-Motorradtechnologie konnten seine bekannten Qualitäten noch deutlich verbessert werden.

Ganz oben auf dem Entwicklungsplan für die nächste Generation der Pan-European stand eine größere Überholreserve speziell im Soziusbetrieb. Als primäres Ziel sollte die Pan-European ein herausragendes Durchzugsvermögen in ihrer Hubraumklasse bieten. Erzielt wurde dies unter anderem durch eine Vergrößerung des Hubraums von 1.084 auf 1.261 cm3 durch eine größere Bohrung und einen größeren Hub.

Gleichzeitig ist der neue Motor der Pan-European insgesamt kompakter und kürzer als der des aktuellen Modells. Statt wie bisher hinter dem Motor ist die Lichtmaschine jetzt im „V“ der Zylinderblöcke platziert. Zur Gewichtsreduzierung ersetzt vorne ein schlanker neuer Kettenantrieb den bisherigen Nockenwellenantrieb über Zahnriemen. Durch diese Änderungen verkürzte sich die Motorlänge um 60 mm und reduzierte sich die Anzahl der benötigten Komponenten deutlich. Um den Motorschwerpunkt weiter nach unten zu verlagern, rückte die Kurbelwelle im Motorgehäuse 20 mm nach unten.

Vier Ventile pro Zylinder und zwei obenliegende Nockenwellen garantieren wie bisher eine gute Zylinderfüllung und einen erstklassigen Verbrennungswirkungsgrad. Die direkte Ventilbetätigung reduziert den Wartungsaufwand, während die gut zugänglichen Ventildeckel eventuelle Routinechecks erleichtern.


Neue Zylinder und Kolben

Wie im Supersportbereich von Honda kommen bei der neuen Pan-European jetzt auch moderne Zylinderlaufbuchsen aus einem Aluminiumverbundwerkstoff zum Einsatz. Diese sind leichter und verschleißfester und leiten die Wärme besser ab als Laufbuchsen aus Stahl. In diesen Laufbuchsen stecken neue, leichtere Aluminiumkolben mit einer „Lube-Coat“-Beschichtung, die die Reibung reduziert und so zum besseren Ansprechen und kräftigeren Beschleunigen des Motors beiträgt.


Neue elektronische PGM-FI-Kraftstoffeinspritzung

Nach High-Tech-Sportmaschinen wie der VFR und der CBR-Reihe stattet Honda jetzt auch die Pan-European mit einer PGM-FI-Kraftstoffeinspritzung aus, die durch eine präzise Motorsteuerung schnelle Starts und eine saubere Leistungsabgabe bei jeder Wetterlage und in jeder Höhe gewährleistet. Das System mit seinen zwischen den beiden Zylinderreihen liegenden 36-mm-ø-Drosselklappengehäusen und neuen Einspritzventilen mit je acht Austrittsöffnungen sorgt für eine sofortige, kräftige Gasannahme, besseren Durchzug und einen sparsameren Verbrauch. Auch die computergesteuerte Zündung der Pan-European trägt wesentlich zu dieser Charakteristik bei, indem sie eine optimale Leistungsentfaltung über das gesamte Drehzahlband des Motors sicher stellt.

Über den Einspritzventilen sitzt ein neuer, großvolumiger Luftfilter, der das Ansaugsystem gleichmäßig mit viel Frischluft versorgt.


Die neue 4-in-2-Auspuffanlage

der Pan-European mündet in zwei attraktive Edelstahlschalldämpfer mit dreieckigem Querschnitt, die sich von oben nach unten verjüngen und so die edel gestylten Seitenkoffer gekonnt unterstreichen.

Zur Verbesserung der Beschleunigung und des Ansprechverhaltens im Soziusbetrieb wurden außerdem die Übersetzungen des 5-Gang-Getriebes im Vergleich zum aktuellen Modell insgesamt um rund 6% reduziert. Die Kraftübertragung auf das Hinterrad erfolgt wie bisher über einen leisen und wartungsarmen Kardanantrieb, der jetzt noch leichter und zuverlässiger ist.

Außerdem ist die neue Pan-European mit einem neuen U-förmigen Kühler ausgestattet. In dichtem Verkehr sorgt ein ringförmiger Elektrolüfter für eine effektive Luftzufuhr und gleichbleibende Betriebstemperatur.

Motor mit zwei Ausgleichswellen für sanfte und kultivierte Leistungsentfaltung


Von Anbeginn der Entwicklung der neuen Pan-European war die nahezu gänzliche Eliminierung störender hochfrequenter Motorvibrationen ein Hauptentwicklungsziel. Die gummigelagerte Aufhängung des Antriebsaggregates ist sicherlich eine Lösung. Dem widersprach aber die Rolle des längseingebauten Motors als mittragendes Element der Gesamtkonstruktion. Dabei muß man sich im klaren sein, daß eine Gummilagerung nur die Symptomatik der Vibrationen dämpft, aber nicht deren Ursache.

Daher ging das Entwicklungsteam dem Phänomen der Vibrationen auf den Grund und analysierte die Ursachen für die Motorschwingungen erster und zweiter Ordnung. Die Lösung: Zwei zahnradgetriebene Ausgleichswellen im Kurbelgehäuse links neben der Kurbelwelle in Längsrichtung zur Fahrzeugachse. Die erste Welle wird direkt von der Kurbelwelle angetrieben und ist so übersetzt, daß sie mit deren doppelten Drehzahl rotiert. Die zweite Welle wird von der ersten angetrieben und dreht sich gegenläufig. Diese Kombination eliminiert nahezu gänzlich das Spektrum der Vibrationen zweiter Ordnung und verleiht dem Triebwerk einen bemerkenswert sanften Lauf über den gesamten Drehzahlbereich.


Fahrwerk

Zu den sichtbarsten Neuerungen zählt neben der neuen Verkleidung der Pan-European ihr massiver und doch gewichtsarmer Aluminiumrahmen. Dabei ist der neue Rahmen mehr als nur eine Stilübung. Er sorgt für Fahreigenschaften auf Supersport-Niveau und eine noch bessere Lenkpräzision bei hohen Geschwindigkeiten als bisher.

Breite Profilrohre, die in drei Kammern unterteilt sind, verbinden den wuchtigen Lenkkopf aus Aluminiumguß mit den ebenfalls gegossenen Schwingenaufnahmen. Für ausgezeichnete Steifigkeit und erstklassiges Handling ist der Motor als zentrales tragendes Element in die sogenannte „Diamond-Frame“ -Rahmenkonstruktion integriert. Zur Verbesserung des Fahrgefühls und Handlings konnte der kompakte neue Motor außerdem 40 mm weiter vorne platziert werden. Gleichzeitig rückte auch die Sitzposition des Fahrers weiter nach vorne und näher an den Lenkkopf. Das Ergebnis sind noch bessere Manövrierbarkeit und 10 mm mehr Platz zwischen den Knien und Ventildeckeln.

Auch die Rahmengeometrie wurde geändert und der Radstand um 50 mm (auf 1.500 mm) verkürzt. In Kombination mit den oben genannten Verbesserungen ließ sich so ein neutraleres und direkteres Handling selbst bei voller Beladung realisieren. Das Rahmenheck besteht aus Stahl.

Neue Aluminiumschwinge

Durch den Einsatz von Aluminium statt Stahl ebenfalls deutlich leichter geworden ist die Schwinge der Pan-European. Wie bisher liegt der wartungsarme Endantrieb in einem Tunnel auf der rechten Seite. Ein stranggepresstes Aluminiumkastenprofil auf der linken Seite des Gusselements sorgt für hohe Verwindungssteifigkeit und erstklassige Spurtreue.


Neue Radaufhängung

Für ein Handling auf Sportbike-Niveau ist die neue Pan-European mit einer größer dimensionierten 45-mm-ø-HMAS-Kartuschengabel ausgestattet.. Die HMAS-Konfiguration reduziert das Bremsnicken, so dass auf das bisher eingesetzte TRAC-Bremsnickausgleichssystem verzichtet werden konnte.

Hinten sorgt ein einzelner Monoshock-Dämpfer für eine sauber ansprechende Dämpfung der neuen Aluminiumschwinge auch unter voller Beladung. Bei der neuen Pan-European ABS lässt sich die hydraulische Vorspannung der Feder bequem über einen großen, leicht zugänglichen Knopf einstellen.

Auf den gewichtsarmen Dreispeichenfelgen aus Leichtmetallguss sitzen leistungsfähige schlauchlose Reifen. Der 17-Zoll-Hinterreifen hat ein neues 170/60-Profil für erstklassiges Fahrverhalten selbst bei hohen Geschwindigkeiten und voller Beladung.

Vereinfachtes Dual-Combined-Brake-System

Aktualisiert wurde auch das Dual-Combined-Brems-System der Pan-European. Es ist jetzt leichter und weist unter anderem eine neue Bremskreisverteilung auf. Drei Dreikolbenbremszangen greifen auf zwei neue, schwimmend gelagerte Bremsscheiben vorne und eine feste Bremsscheibe hinten. Zur schnellen und optimalen Verzögerung verteilt das System bei einzelner oder gleichzeitiger Betätigung des Handbremshebels und Fußbremspedals die Bremskraft zuverlässig auf das Vorder- und Hinterrad.


Neu sind der leicht einstellbare Handbremshebel und der in die

Aluminiumaufnahme der linken vorderen Bremszange integrierte kompakte Sekundär-Hauptbremszylinder. Diese gewichtsarme Konstruktion ist bereits von der VFR und Varadero 1000 bekannt.

Wie bei den meisten Fahrzeugen aktiviert der Handbremshebel die beiden äußeren Kolben der beiden vorderen Bremszangen. Die linke Bremszange wird durch die erzeugte Bremskraft mitgedreht und betätigt den Sekundär-Hauptbremszylinder. Der erzeugte Bremsflüssigkeitsdruck wird über ein Bremskraftsteuerventil zum mittleren Kolben der hinteren Bremszange weitergeleitet. So wird die Bremskraft optimal auf das Vorder- und Hinterrad verteilt. Der Fußbremshebel wirkt auf die beiden äußeren Kolben der Hinterradbremszange und auf die beiden mittleren Kolben der Vorderradbremszangen. Ein Verzögerungsventil vor der rechten Bremszange dosiert deren Ansprechen und reduziert so den Bremsnickeffekt bei Betätigung des Bremspedals.

Wie bei dem aktuellen System sorgt das Bremskraftsteuerventil für eine Anpassung des Bremsflüssigkeitsdruckes im Sekundärkreis in Abhängigkeit von der Verzögerung: Während bei geringen Verzögerungswerten der Druckanstieg im Sekundärkreis unverändert zur hinteren Bremszange weitergeleitet wird, erfolgt bei höheren Verzögerungswerten ein zuerst geringer, dann stärkerer Abbau des erzeugten Drucks und somit die Rücknahme der Bremskraft am Hinterrad. Damit wird der zunehmenden dynamischen Radlastverschiebung Rechnung getragen.


Antiblockiersystem

Auch im Modelljahr 2002 kommt die Pan-European wieder in zwei Modellvarianten auf den Markt - als Standardmodell und als ABS-Modell, das sich im Wesentlichen durch die Ausstattung mit Hondas Antiblockiersystem vom sogenannten Standardmodell mit CBS abhebt.

Die ABS-Version der Pan-European ist mit dem neuesten und damit leichtesten und kompaktesten ABS von Honda ausgerüstet. In Verbindung mit dem modernen Dual-Combined-Brake-System sorgt es für ein unerreichtes Maß an Bremskomfort und Zuverlässigkeit.

Das System nimmt selbst kleinste Reifenschlupftendenzen beim Bremsen wahr. In einem solchen Fall durchlaufen die leichten, motorbetriebenen Modulatoren auf Befehl der hochpräzisen elektronischen Steuereinheit mit einer solch hohen Geschwindigkeit eine exakt berechnete Serie von Schritten (Druck verringern, halten, erhöhen), dass die meisten Fahrer die Aktivierung des ABS nicht einmal bemerken werden.


Ausstattung

Honda Ignition Security System (H.I.S.S.)

Dank der neuen H.I.S.S.-Diebstahlsicherung lässt sich die Pan-European nur mit einem der beiden Originalschlüssel starten. Da das Honda Ignition Security System die Maschine über die elektronische Steuerung der Zündanlage sperrt, ist sie auch durch Kurzschließen oder Austauschen des Zündschlosses nicht zu starten. So wird wirkungsvoll verhindert, dass Unbefugte einfach aufsitzen und wegfahren.

Wie bei der CBR1100XX und den neuen 2002er Modellen von Deauville und VFR verfügt das System zusätzlich über eine rote LED im Instrumentencockpit, die zur optischen Abschreckung potentieller Langfinger 24 Stunden lang alle 2 Sekunden blinkt. Anschließend schaltet sie sich automatisch ab, die Diebstahlsicherung bleibt jedoch vollständig aktiviert. Ein großer rautenförmiger H.I.S.S.-Aufkleber oben auf dem Kraftstofftank weist gut sichtbar auf die Ausstattung der Maschine mit dieser wirkungsvollen Diebstahlsicherung hin.


Zubehör

Für noch mehr Fahrspaß auf langen Strecken bietet Honda Access eine breite Palette an eigens entwickeltem Originalzubehör für die Pan-European. Auf der insgesamt 27 Einzelposten umfassenden Zubehörliste steht sogar ein kompaktes Audiosystem, das sich diskret in einem der beiden Seitenkoffer unterbringen lässt und über ein bereits in die Kofferaufnahme integriertes Quick-Release-System angeschlossen wird.

Erhältlich sind unter anderem:

-- Robuste Innentaschen mit praktischen Trageriemen für die
Seitenkoffer und das Topcase.
-- Ein großes 45-Liter-Topcase, in das zwei Integralhelme und
einiges mehr passt.
-- Ein großer Tankrucksack mit mehreren Fächern für wichtigen
Reisebedarf.
-- Ein RDS-Radio, das zum optimalen Empfang des eingestellten
-- Senders während der Fahrt automatisch auf die beste Empfangsfrequenz
wechselt.
-- Ein CD-Wechsler für stundenlangen Hörgenuss auf langen
Strecken.
-- Einen robusten, gepolsterten Tankschutz.


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