Seealpen 2009

 
Reise-Teilnehmer: Egon, Holger, Roman, Markus Reiseautor: Egon Zimmermann

Am 25.September 2009 starteten die 4 Pan Club Mitglieder Egon, Holger, Roman und Markus wieder einmal in die französischen Seealpen.

Tag 1

Von Baden aus fuhren wir per Autobahn nach Martigny, wo wir einen ersten Tank/Kaffeestop machten. Dann ging es über den ersten Pass dieser Tour, den Col du Grand St. Bernard (2473 m). Oben angekommen war nicht leider viel zu sehen, da sich der Nebel noch nicht verzogen hatte. Also fuhren wir weiter nach Aosta, dann in Richtung Mont Blanc. In Morgex bogen wir ab auf den Colle San Carlo (1950 m), der mit seiner wunderschönen Streckenführung eine echte Alternative zur Strasse des kleinen St. Bernhard ist. Schlussendlich mündet dieser Pass in La Thuille ja wieder in die Strasse des Col du Petit St. Bernard (2188 m), über den wir weiter nach Bourg-Saint-Maurice fuhren. Dort bogen wir zur Cormet de Roselend (1968 m) ab und fuhren dann über die Staumauer des Lac du Roselend weiter zum Col du Pré (1748 m). An dessen Auffahrt befindet sich ein kleines Restaurant mit einer wunderschönen Terrasse, von der man einen Ausblick über den See und die Berge hat. Nachdem wir uns gestärkt hatten, fuhren wir weiter nach Beaufort, wo ein kleiner Zwischenstopp eingelegt wurde, damit ich mich mit Reblochon-Käse eindecken konnte, den ich immer in der Region kaufe, um auch Zuhause ein feines Tartiflette zubereiten zu können. Weiter ging’s dann via Albertville zum nächsten Hügel, dem Col de la Madeleine (1993 m). In Saint-Etienne-de-Cuines füllten wir die Tanks unserer Mopeds wieder auf. Nun hatten wir den Col du Glandon (1924 m) und den Col de la Croix de Fer (2067 m) vor uns, bevor uns noch der Col du Télégraphe (1566 m) und der Col du Galibier (2645 m) vom ersten Tagesziel Briancon trennten. Im vorbeifahren nahmen wir auch noch den Col du Lautaret (2058 m) mit. Im Hotel Edelweiss quartierten wir uns für die erste Nacht ein. Nach einen leckeren Nachtessen und einem kleinen Schlummertrunk begaben wir uns zur Ruhe, um fit für den nächste Tag zu sein.

Tag 2

Nach einem Petit Dejeuner ging der Tag gleich heftig los, erstes Ziel war der Col d'Izoard (2360 m), der uns mit seiner Steinlandschaft jedesmal wieder fasziniert. Nach dem obligatorischen Foto halt für unseren "Knipsi" ging’s weiter zum Col de Vars (2109 m) und zur Cime de la Bonette (2802 m). Leider war auch dieser Gipfel in Nebel eingehüllt, so dass wir fast nichts sahen, Also nahmen wir die lange Abfahrt in Angriff, die dank der frisch geteerten Strasse fast wie eine Autobahn vor uns lag (wenn ich da an früher denke......). Via Col de la Couillole (1678 m) wollten wir die Gorges du Cians und die Gorges de Daluis befahren, was und aber wegen Bauarbeiten verwehrt wurde. Also hiess es umdisponieren. Via Col de Valberg (1673 m) erreichten wir Gillaumes, wo wir eine Mittagspause machten. Nun fuhren wir weiter über den Col de la Cayolle (2326 m) nach Barcellonette, wo wir wieder tanken mussten. Zurück über den Col d'Allos (2247 m) ging es nach Entrevaux, wo wir uns entschlossen, direkt nach Nizza zu fahren. Da Kollege Markus noch nie in dieser Gegend war, wollten wir quasi hinten rein in die Gorges du Cians, um ihm dieses Naturwunder trotzdem noch zeigen zu können. Leider war gerade vor der letzten Kurve, bevor die roten Wände sich erheben, Schluss mit lustig und wir durften unverrichteter Dinge umkehren. Also los, weiter nach Nizza ins ETAP Hotel, dem Etappenziel des zweiten Tages. Nach dem Nachtessen wollten wir uns eigentlich noch einen Drink oder zwei genehmigen, aber irgendwie haben wir die falsche Richtig erwischt und kein offenes Lokal mehr gefunden. Also wurde das Thema Schlummertrunk abgesagt und wir begaben uns zur Ruhe.

Tag 3

Bei wunderschönem Sonnenschein nahmen wir den langen Heimweg unter die Räder. Via Grande Corniche und Menton, wo wir uns einen Kaffe und ein Brioche genehmigten, fuhren wir über den Col de Castillon (707 m) nach Sospel. Dann ging es trotz gesperrten Strassen (immer diese Velo- und Bergrennen) via Col de Braus (1002 m) und den Col de l'Orme (1000) erreichten wir den Col de Turini (1607 m). dann fuhren wir auf einer wunderbar kurvigen Strasse nachSaint-Sauveur-sur-Tinee. Via Isola 2000, einem im Sommer potthässlichen Skigebiet erreichten wir dann den Col de la Lombarde (2350 m), dessen Abfahrt nach Vinadio ein Schmankerl ist. Leider war das (ausser dem wegen Tunnelstau nachträglich noch ins Programm gerutschten St. Gotthardpass (2091 m)) der letzte Pass unserer Reise, nun ging es auf dem schnellsten Weg heimwärts. In Flüelen genehmigten wir uns im altbekannten Restaurant Tourist zum Abschluss noch einen Güggel im Chörbli, bevor wir die letzten paar Kilometer nach Hause in Angriff nahmen.

Resümee: Es war mal wieder eine geile Tour, trotz den fast 2000 Kilometern.Beim Nachtessen beschlossen wir, auch nächstes Jahr wieder nach Frankreich zu fahren, dann möchten wir mal wieder den Grand Canyon du Verdon besuchen. Ich werde mich mal an die Planung machen, damit wir dann wieder ein paar Kurven und Hügel zum abfahren haben.


Egon Zimmermann


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